HUeBro - Haushebung in Ueberschwemmungsgebieten am Beispiel des Elbe Dorfes Brockwitz
HUeBro - Haushebung in Ueberschwemmungsgebieten am Beispiel des Elbe Dorfes Brockwitz

AP 3: GIS, Hydraulik, Wasserbau und Geotechnik

Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft Nürnberg (IWWN)

Prof. Dr.-Ing. habil. Dirk Carstensen, M.Eng. Carla Ahlers, Dipl-Ing. Claudia Bellmann

Ausschnitt: Überflutungsflächen und Fließtiefen für ein Abflussszenario

Aufbauend auf der Datengrundlage des Arbeitsbereiches Hydrologie liefert das IWWN wichtige Grundlagen für die Untersuchungen. Mittels zweidimensionalen Strömungssimulationen wurden für den Ist-Zustand Überflutungsflächen sowie Fließtiefen und tiefengemittelte Fließgeschwindigkeiten für verschiedene Abflussszenarien ermittelt. Die Simulationen des Ist-Zustandes geben Aufschluss über die Betroffenheit der verschiedenen Gebäude sowie die notwendigen Hebungshöhen für den Schutz gegen Hochwasserereignisse mit bestimmter Eintrittswahrscheinlichkeit. Die ermittelten Fließgeschwindig-keiten und Wassertiefen im Bereich des betroffenen Straßenzuges „Niederseite“ machen deutlich, dass neben der Hebung der Häuser auch eine Anhebung der Straße, auch aus hydrodynamischer Sicht, sinnvoll ist. Hierdurch wären die Gebäude auch bis zu einem  Bemessungshochwasserereignis noch auf dem Landweg erreichbar.

Weitergehend wurden verschiedene Hebungsszenarien für HQ100 (Ereignis, welches im Mittel 1-mal pro 100 Jahre zu erwarten ist) simuliert. Diese Simulationen geben Aufschluss über die Auswirkung der Maßnahme in verschiedenen Umsetzungsstadien auf die Strömung, den Retentionsraumverlust sowie die Hochwasserneutralität. Mit Hilfe der ermittelten Fließgeschwindigkeiten im Bereich von Böschungen können Empfehlungen für Aufbau und Gestaltung der Böschungen gegeben werden.

Vergleichend wird derzeit noch die Simulation eines Szenarios mit Hochwasserschutzdeich durchgeführt. 

Digitales Geländemodell im Ist-Zustand (links) und für ein Hebeszenario (rechts)