HUeBro - Haushebung in Ueberschwemmungsgebieten am Beispiel des Elbe Dorfes Brockwitz
HUeBro - Haushebung in Ueberschwemmungsgebieten am Beispiel des Elbe Dorfes Brockwitz

Über HUeBro

"HUeBro" ist ein vom BMU gefördertes1 Verbundprojekt. Im Rahmen des Vorhabens wird - im Hinblick auf immer häufiger auftretende, extreme Hochwasserereignisse in Folge des Klimawandels - die Hebung von Häusern als eine innovative und alternative Hochwasservorsorgemaßnahme untersucht.

 

Projektdaten:
Laufzeit: 01.04.2017 - 31.03.2019

Förderkennzeichen: 03DAS104ABCDE
Förderprogramm: Anpassung an den Klimawandel
Schwerpunkt: Kommunale Leuchtturmvorhaben

Kooperations- und Verbundpartner

 

BMUB: http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/anpassung-an-den-klimawandel/

Projektträger Jülich: http://www.ptj.de/folgen-klimawandel

Inhalt und Ziele:

Im Mai 2017 fiel der Startschuss für das zweijährige Forschungsprojekt HUeBro - kurz für "Haushebung in Ueberschwemmungs-gebieten am Beispiel des Elbe Dorfes Brockwitz". Im Rahmen des Verbundprojekts wird untersucht, inwiefern die Anhebung von Häusern in Flutgebieten, unter gewissen Voraussetzungen, eine Alternative für klassische Hochwasservorsorgemaßnahmen (Deiche etc.) sein kann.

Brockwitz, ein Stadtteil der Stadt Coswig in Sachsen nordwestlich von Dresden, besitzt einen bis zu 1000-jährigen Ortskern mit denkmalgeschützten Gebäuden und dementsprechend einem hohen Erhaltungswert des Ortsbildes. Nah an der Elbe liegend wurde die Ortschaft bei den Jahrhundertfluten 2002 und 2013 stark in Mitleidenschaft gezogen, Maßnahmen zum Schutz gegen ähnliche Ereignisse sind vor allem für die auf der Niederseite gelegenen Häuser dringend notwendig. Aufgrund dessen initiierte der Leiter des Ordnungsamtes Coswig, Olaf Lier, das Projekt, um die Möglichkeit von Haushebungen in den betroffenen Gebieten zu untersuchen.

Ziel des Projekts ist die Untersuchung von Machbarkeit, Nachhaltigkeit und Auswirkungen solcher Hebungen mit Blick auf Brockwitz und daraus hervorgehend die Erstellung von Leitlinien als Muster für ähnliche Projekte. Die fachübergreifenden Untersuchungen sollen sämtliche Aspekte von Umwelt-, Natur- und Denkmalschutz über Baukonstruktion und Technik, Orts- und Freiraumplanung, Hydrologie, Hydraulik, Wasserbau und Geotechnik bis hin zu sozialer Nachhaltigkeit umfassen. Für das Modellvorhaben kommen Wissenschaftler von fünf verschiedenen Forschungseinrichtungen an einen Tisch.

 

1Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheut (BMU) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages.